Auf den Hund gekommen

Ich hatte das Glück, mit vielen Tieren aufwachsen zu dürfen, was den Alltag meiner Kindheit stark geprägt hat. Angefangen von Katzen, Hasen, Hühnern durfte ich auch meiner größten Leidenschaft nachgehen – dem Reiten. Wir hatten ein Pony und ein Kleinpferd, mit denen ich aktiv und erfolgreich im Pferdesport war. Doch alles Bitten und Betteln bei meinem Vater half nichts – einen Hund durfte ich leider nicht haben.

 

Meinen ersten Hund durfte ich im Alter von 21 Jahren im Jahr 1995 als neuen Freund und Begleiter begrüßen. Ein Kindheitstraum hatte sich für mich erfüllt. Julian vom Moorhof (von uns liebevoll „Jules“ genannt) – ein wundervoller Golden Retriever, den ich damals von einem Bauernhof gekauft hatte – nichtsahnend und unwissend natürlich ohne Papiere.

 

Jules war ein wunderschöner Rüde und über 11 Jahre mein treuer Begleiter. Mit seiner sanften und liebevollen Art führte er mich in die Hundewelt ein und verzieh mir so ziemlich jeden Fehler, den ich als Anfänger in der Hundeerziehung gemacht hatte. 

Leider wurde bei Jules im Alter von 6 Jahren schwerste HD festgestelt, doch wir schafften es, dass wir noch einige schöne, wenn auch ruhigere Jahre mit ihm verbringen durften.

 

Nach dem traurigen Abschied von Jules kam für mich kein Hund mehr in Frage – ich wollte die Entscheidung, meinen besten Freund gehen zu lassen, nicht n och einmal treffen. 

 

Durch diverse Umstände und Zufälle wurde meine Sehnsucht nach einem Hund wieder dermaßen geweckt, dass ich meinem Mann zwei Wochen in den Ohren lag, bis dieser zustimmte. Wir rätselten, welche Rasse zu uns passen würde und studierten die verschiedensten. Es war für uns jedoch schnell klar, ein Labrador müsse es sein und dieses Mal natürlich von einem seriösen Züchter. 

 

Wenige Wochen später zog Timo im Jahr 2008 bei uns ein und hat unser Leben so richtig ordentlich auf Trab gebracht. Damit nahm das Labi-Fieber in uns seinen Lauf.